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Boxenstopp 2017 - Heizen, Kühlen, Lüften

Nahezu 100 Teilnehmer besuchten Mitte September den jährlich zweimal stattfindenden Boxenstopp der Firmen ETU, Grundfos, Lindner, Frese und Helios Ventilatoren. Die von erfahrenen Referenten gehaltene Veranstaltungsreihe zu den Themen Heizen, Lüften und Kühlen richtet sich in erster Linie an Architekten, Energieberater, Planer und Bauverantwortliche. Neuste Produkte, Weiterentwicklungen und allgemeine Anforderungen wurden in mehreren Kurzvorträgen und Workshops vorgestellt und anhand von praxisorientierten Beispielen vermittelt. Im Anschluss an die Vorträge luden die Gastgeber zu einem exklusiven Fahrsicherheitstraining ein.

 

Neue Heizlastberechnung DIN EN 12831-1
Im letzten Jahr wurde die neue DIN EN 12831-1 europäisch verabschiedet. Nach Erscheinen der Norm wird es wieder einen nationalen deutschen Anhang geben - das Beiblatt 1. Jürgen Langensiepen, Vertriebsleiter der ETU Software GmbH gab den Teilnehmern einen Ausblick auf die neue Heizlastnorm, indem er detailliert auf Neuerungen sowie auf die Konsequenzen einging. Besonderes Augenmerk wurde auf die Änderungen im Bereich „Berechnungen der Lüftungswärmeverluste“ gelegt. Neben bekannten Begriffen wie Luftdichtheit, Mindestluftwechsel oder Volumenstrom fielen vor allem neue Definitionen wie Volumenstromverhältnisse, Volumenstromfaktoren oder Auslegungswerte von Außenluftdurchlässen, die der gelernte Meister für Gas- und Wasserinstallation den Gästen gekonnt näher brachte.

Normen und Richtlinien der Luft- und Klimatechnik
Permanente Anpassungen von Normen und Richtlinien machen es nahezu unmöglich, immer auf dem aktuellen Stand zu sein. Mit dem Thema „Neues aus der Lüftungswelt“ schaffte Thorsten Fiedel, Schulungsleiter von Helios Ventilatoren, Abhilfe und vermittelte den Teilnehmern die neuesten relevanten Änderungen im Bereich der Lüftungsnormen. Seinen Schwerpunkt legte er dabei auf die neue Lüftungsmatrix DIN EN 16798, die sich mit der Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden beschäftigt. Der Teil 3 der DIN EN 16798 ersetzt zukünftig die DIN EN 13779 und soll ab Oktober 2017 in Kraft treten. Ein weiteres Thema war die Nachfolgenorm der DIN EN 779 (Filterbewertung und -klassifizierung), die ab Ende 2018 von der Prüfnorm ISO 16890 ersetzt wird. Die Filterklassentypen G, M und F werden hierbei in Zukunft von den neuen Klassen PM1, PM2,5 und PM10 ersetzt. Zuletzt ging er auf die DIN 4109 „Schallschutz im Hochbau“ ein, die im Juli vergangenen Jahres veröffentlicht wurde. Diese Norm legt die Anforderungen an den Mindestschallschutz fest, der vor Außenlärm und unzumutbaren Geräuschen aus fremden Räumen sowie haustechnischen Anlagen schützt.

Betriebsoptimierung von Pumpen
Frank Räder, Teamleiter der Schulungsabteilung von Grundfos, zeigte in seinem Vortrag die vier wichtigsten Aspekte bei der Betriebsoptimierung von Pumpen auf. Hierbei stellte er zunächst das generelle Einsparpotenzial durch moderne Pumpen im Vergleich zu älteren Bestandsanlagen dar und stellte eine Lebenszykluskostenbetrachtung „alt gegenüber neu“ vor. Die Botschaft war deutlich: „Überdimensionierung ist kein Kavaliersdelikt“! Im weiteren Verlauf des Vortrages wurde der Einsatz von Frequenzumformern, also die Verwendung drehzahlgeregelter Pumpen erörtert. „Zumindest bei volumenstrom-variablen Anlagen führt an dieser Technik kein Weg vorbei“ erklärte Räder. Auf besonderes Interesse stieß der Hinweis, dass die MGE-Motoren von Grundfos serienmäßig mit Frequenzumformern ausgestattet, also standardmäßig die Möglichkeit der Drehzahlregelung bereitstellen. Während seines Vortrags wurde klar, dass auch in der Pumpenwelt die Digitalisierung mit schnellen Schritten voranschreitet: Inbetriebnahme und Bedienung sowie Datenerfassung der Pumpe sind serienmäßig mittels Smartphone verfügbar. Abschließend zeigte Frank Räder welche finanziellen Möglichkeiten das langfristig angelegte Förderprogramm „Deutschland macht‘s effizient“ der Bundesregierung bis zum Jahr 2020 bietet, insbesondere für den Bereich Pumpentausch und hydraulischer Abgleich.

Think outside the box
Warum heizen mit der Decke kein Problem darstellt, zeigte Thomas Waas, Produktmanager der Firma Lindner AG. Praxisnah stellte er den Teilnehmern die wirtschaftliche Betrachtung einer Kühldecke unter Berücksichtigung der ISO 7730 vor. Durch Strahlungswärme können 1,5 - 2 K höhere bzw. niedrigere Raumlufttemperaturen erreicht werden. „Das ist nicht nur ausreichend, sondern auch gleichwertig im Vergleich zu anderen Lösungen“ so Waas. Auf großes Interesse stieß außerdem das vorgestellte Plafotherm(R) AirHybrid-System bei dem eine strömungsarme Quelllüftung mit einer Kühldecke kombiniert wird. Dabei ist eine effiziente Nutzung von Kühldecken mit besonders hoher Kühlanforderung in Verbindung mit dem notwendigen Luftwechsel z.B. in Besprechungszimmern oder Büroräumen gewährleistet.

Optimierung von hydraulischen Anlagen
Guido Hörstmann, Leiter der Gebäudetechnik der dänischen Frese GmbH, stellte aktuelle Punkte zum hydraulischen Abgleich von Heizungs- und Kühlanlagen vor, wie z.B. die Optimierung von hydraulischen Anlagen mittels druckunabhängigem Abgleich- und Regelventil Optima Compact. Dieses Ventil überzeugt durch einen schnellen und einfachen hydraulischen Anlagenabgleich und spart hierdurch nicht nur Personalkosten durch die schnelle Einrichtung, sondern auch Energiekosten durch kleinere Pumpenleistungen. Innovative modulierende Regelung für Heizen und Kühlen mit dem neuen Frese Optimizer und Optimizer 6-Wege Ventil. Die druckunabhängige Abgleich- und Regelgruppe für 4-Rohr-Systeme eignet sich besonders für das effiziente und effektive einzelraum- oder zentralgesteuerte Energiemanagement in 4-Rohr-Systemen wie beispielsweise Heiz- und Kühldecken oder Konvektoren.

Pressekontakt

Sandra Bechmann

Tel.: +49 7720 606-177

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